Vor ungefähr einem Monat hatten wir schon ein Sommerfest und ich war ein bisschen verwundert, warum es jetzt noch eine Feier gibt. Ich wurde dann schnell aufgeklärt, dass die Sommerparty, welche im Büro stattfindet, eher informell ist im Gegensatz zum Sommerfest welches mit Dresscode in einer sehr exklusiven Location auf Nacka gefeiert wurde. Eine Halbinsel in Stockholm.
Das Sommerfest wurde auch nicht von uns, dem Empfang, geplant, sondern von der Event-Managerin aus dem Stockholmer Büro.
Wir haben nur eine Woche für die Planung gebraucht, es gab schon seit längerer Zeit einen groben Plan. Und zwar stand schon fest, dass das Thema sich um italienische Küche dreht.
Es sollte ein Pizzabäcker kommen, der frische Pizza in einem Ofen serviert. Getränke und Snacks sollten sich demnach anpassen.
Ein Restaurant in der Nähe konnte uns genau das bieten. Der Inhaber und einer seiner Chefs kamen am Montag der Woche vorbei und es wurde alles besprochen.
Wir sollten nur im Laufe der Woche die genaue Teilnehmerzahl bestätigen.
Zu den 3 verschiedenen Pizza Sorten, es gab Mozzarella, Salami und Prosciutto, wurden diverse Käse und Schinken Teller mit schwarzen Oliven angeboten.
Am Donnerstag vor der Party musste der Alkohol eingekauft werden. Ich erwähne, dass nur da ich es ziemlich interessant finde, wie man das hier so macht. Mir ist natürlich von Anfang an schon aufgefallen, dass die Preise hier ein ganzes Stück teurer sind als zu Hause in Berlin.
Außerdem findet man Alkohol nicht so einfach, wer Alkohol verkaufen möchte, braucht eine Lizenz dafür, viele Supermärkte haben oft kein Bier/Wein etc. im Angebot.
Schweden ist nämlich ein Alkoholmonopol, das bedeutet, dass es nur ein einziges Unternehmen in Schweden gibt, dass Alkohol mit mehr als 3,5 % verkauft. Dieses Unternehmen heißt System Bolaget und dient als Instrument der staatlichen Alkoholpolitik um den Alkoholkonsum in Schweden einzudämmen. So kann der Start regulieren wie viel und was in Schweden verkauft werden kann.
Manchen Shops haben eine Lizenz und dürfen verschiedene alkoholische Getränke wie Bier o.ä. verkaufen, aber auch diese werden über System Bolaget bestellt.
Aber zurück zur Vorbereitung der Sommerparty. In der Nähe von dem Büro gibt es auch einen System Bolaget Laden, welcher sehr an den "Duty Free" Bereich an Flughäfen erinnert.
Dort wurde zwischen italienischen Rosé und Weißwein diskutiert, am Ende gab es die Hälfte von beiden und kleine Peroni Bierflaschen. Auf dem Rückweg zum Büro wurden noch Trüffel Chips (merkwürdigerweise ist das echt schwedisch und werden hier gegessen wie z.B. ready salted oder Paprika Chips, teurer als andere Geschmackssorten sind sie auch nicht. Sowas sollte man mal nach Deutschland holen, die schmecken wirklich sehr gut!)
Am Freitag wurde es dann ein wenig stressig und obwohl man alles vorbereitet und abgesprochen hatte, lief alles nicht so, wie es sollte. Der Pizzabäcker kam zu spät wegen Kommunikationsproblemen, kurz sah es so aus als würden doch mehr Leute kommen wollen als eingeplant und dazu gab es noch einige Meetings auf der Konferenzetage. Es wurde viel hin und her gerannt, da am Spätnachmittag die Party beginnen sollte.
Am Ende lief alles super und als ich meine Spätschicht beendetet, ging ich nach oben ins Bistro, denn leider regnete es und die Party wurde von dem Innenhof in das Bistro verschoben.
Am Ende sind ein paar nach Hause, andere zur nächsten Bar und ein harter Kern blieb noch bis zum Morgen.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen